Pfarrkirche "St. Magnus" in Kühbach

Pfarrkirche

Am Nordrand des Marktes, zwischen alter B300 und der Paarer Straße, gegenüber dem Marktplatz, liegen Kirche und ehemaliges Kloster des Marktes Kühbach. Die Pfarr- und ehemalige Klosterkirche der Benediktinerinnen wurde schon um das Jahr 1000 gegründet und erbaut.

Pfarrkirche St. Magnus, Kirchplatz

Das massive Untergeschoss des Turmes mit dem Rundbogenfries stammt noch aus romanischer Zeit. Nach einem weiteren Brand 1577 wurde die Kirche im gotischen Stil errichtet. Die heutige Barockkirche wurde 1687 bis 1688 erbaut.

Die Innenausstattung wird geprägt von einer reichen hochbarocken Stuckdekoration. Der mächtige Hochaltar und die fünf Nebenaltäre sind geprägt durch ihren nussbaumfurnierten und teilvergoldeten Säulenaufbau und die großen Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts.

Die Außenwände des Kirchenschiffes stammen noch aus gotischer Zeit.
Besonders erwähnenswert ist das für diese Gegend ungewöhnliche Patrozinium des Hl. Magnus von Füssen", das wohl etwas mit der Stifterfamilie des 11. Jahrhunderts zu tun hat.

Ölberg wurde grundlegend gereinigt und restauriert

Nachdem die Arbeiten am Kirchplatz vollendet waren, wurde 2013 auch der Ölberg an der Außenmauer der Kühbacher Pfarrkirche in den Urzustand gebracht.

In der Ölbergnische sind wieder die restaurierten Figuren „Betender Heiland“, „Kelchreichender Engel“ und von links die Apostel Johannes, Jakobus und Petrus aufgestellt. Die Restaurierung der Figuren wurde von Werner Schrupp aus Schwabmünchen durchgeführt. Dazu gehörte die grundlegende Reinigung der stark verschmutzten Figuren.

Die farbliche Gestaltung wurde beibehalten und die vorhandenen Schäden ausgebessert und anschließende konserviert. Die Kirchenmalerin Eva Schinkinger aus Augsburg hat das Hintergrundbild Jerusalem ohne Veränderung neu gemalt.

Die Felsformation wurde durch die Stuckateurfirma Höck aus Augsburg gereinigt und teilweise ergänzt. Die farbliche Angleichung der ergänzten Steine erfolgte wieder durch Werner Schrupp.

Das Schutzgitter hat die Aichacher Kunstschmiedewerkstatt Erhard gereinigt und neu pulverbeschichtet. Die Goldarbeiten an den Spitzen des Gitters erledigte Kunstmaler Helmut Mayr.

Literaturnachweis:
Die Texte zu den Kirchen und Kapellen wurden entnommen aus.
# Georg Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben (München 1989)
# Karl Christl, 300 Jahre Barocke Pfarrkirche in Kühbach, 1989
# Rudolf Wagner, Kühbach
# und aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach

Link zum Filmbeitrag "Schloß Kühbach"

Veröffentlicht am 04.05.2012: "Das ehemalige Benediktinerinnenkloster St. Magnus kann auf eine 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Seit 150 jahren ist es im Besitz der aus dem Gressoney in Italien stammenden Freiherren von Beck-Peccoz."

Der Ölberg rechts vom Eingangsportal
Pfarrkirche St. Magnus, Kühbach, Innenansicht 2010
Pfarrkirche St. Magnus, Kühbach, Weitwinkel-Innenansicht 2015