Hofkapelle in Stockensau - Pfarrei St. Magnus Kühbach

Im Bauerngartl des Anwesens Greppmair - heute Familie Wagner - in Stockensau steht eine kleine Hofkapelle aus dem 19. Jahrhundert.

Foto: Josef Golling

Wer von Kühbach her kommt, kann diese kleine Kapelle am Ortseingang nicht übersehen. Am Eingang zur Kapelle ist links und rechts je ein Totenbrett angebracht. Auf einem Brett steht: "Zum Andenken an den ehrengeachteten Sebastian Haas, gewester Austragsbauer von hier, gest. Juni 1869. Leb wohl, Wanderer und bete für meine Seele. Bedenke, dass du auch nur ein Wanderer bist und mich vielleicht bald auf dem nämlichen Weg einholen wirst."
Die Totenbretter- mit Inschriften und Malereien verziert - wurden zum Gedächtnis des Toten am Ort des Todesfalles oder an viel begangenen Wegen aufgestellt. Auf dem Totenbrett hatte die Leiche vor dem Einsargen und dem Begräbnis gelegen. Früher gab es noch keine Leichenhäuser.

Literaturnachweis:
Die Texte zu den Kirchen und Kapellen wurden entnommen aus.
# Georg Dehio, Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben (München 1989)
# Karl Christl, 300 Jahre Barocke Pfarrkirche in Kühbach, 1989
# Rudolf Wagner, Kühbach
# und aus verschiedenen eigenen Veröffentlichungen der Pfarrei Kühbach

Foto: Josef Golling